Springe direkt zu :

Hauptinhalt:

Analyse und Auswirkungen der ÖV-Güteklassen im Hinblick auf die Siedlungsentwicklung in der Ostregion

Bearbeitung Verracon GmbH

Publikation   01/2021

Ziel

 

Die ÖV-Güteklassen wurden im Hinblick auf die Siedlungsentwicklung und auf die räumliche Ausstattungsqualität der Umgebung in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland untersucht sowie mögliche Auswirkungen auf den ländlichen Raum bewertet.

Ergebnis

 

ÖV-Güteklassen koppeln die Bedienungsqualität von Haltestellen mit deren fußläufigen Erreichbarkeit. Damit bieten sie wichtige Informationen über die ÖV-Erschließungsqualität von Gebieten bzw. Standorten ebenso wie zum erschlossenen bzw. erschließbaren Nachfragepotenzial für das ÖV-Angebot. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass bei den ÖV-Güteklassen nur linien- und fahrplangebundene Verkehre und keine bedarfsgesteuerten Verkehre berücksichtigt wurden. Hierbei wurden kleinräumige Informationen zur Erschließungsqualität der Wohnbevölkerung und die Möglichkeiten der zukünftigen Siedlungsentwicklung gegenübergestellt, um neue Erkenntnisse für die Raum- und Verkehrsplanung zu ermöglichen.

Dazu wurden zwei Hauptteile erarbeitet:

  • Eine Quantitative Strukturanalyse, in der der Zusammenhang der ÖV-Güteklassen mit unterschiedlichen Aspekten des Raumes (Raumtyp, Bevölkerung, Demographie, Arbeitsplätze, Baulandkategorien und -reserven) untersucht wurde.
  • Eine Vertiefende Analyse, in der die Haltestellen in den verschiedenen Kategorien („attraktive Haltestellen“, „unattraktive Haltestellen“ und „keine Haltestelle“) in Bezug auf Einwohner*innen, Ausstattungsqualität und Baulandreserven untersucht wurden und letztendlich eine Raumklassifizierung erstellt wurde.

Eine Verteilung dieser Hektarflächen in den verschiedenen Raumtypen auf Grundlage der Urban-Rural-Typologie der Statistik Austria veranschaulicht den deutlichen Zusammenhang von ländlichem Raum und niedrigerer ÖV-Güteklasse und die starke Abhängigkeit der ÖV-Qualität vom Verkehrstag im ländlichen Raum (überwiegend Schülerverkehr). Die Verteilung der Bevölkerung auf die ÖV-Güteklassen zeigt eine hohe Konzentration des ÖV auf dichter besiedelte Gebiete.

Bei der Untersuchung der Bevölkerungsentwicklung zwischen 2001 und 2017 erkennt man, dass das relative Bevölkerungswachstum in Flächen mit guter Erreichbarkeit (hoher ÖV-Güteklasse) stärker ist, als in Flächen ohne ÖV-Anschluss oder nur Basiserschließung.

Die Verteilung der Beschäftigten an der Arbeitsstätte auf die ÖV-Güteklassen zeigt eine deutlich bessere ÖV-Erschließung der Arbeitsplätze als der Wohnsitze und damit eine Konzentration des ÖV auf Arbeitszentren. Auch die Differenz zwischen dem ÖV-Angebot an Schultagen und an schulfreien Werktagen ist deutlich geringer.

Downloads

Analyse und Auswirkungen der ÖV-Güteklassen im Hinblick auf die Siedlungsentwicklung in der Ostregion pdf 7 MB

Springe zum Anfang der Seite